Warum es keine Lerntypen gibt. Warum man sie aber trotzdem beachten sollte.

Wie oft habe ich das schon gehört; die Sache mit den Lerntypen. Da ist die Rede von visuellen, auditiven und anderen Lerntypen. Wenn man die Leute fragt, definieren sie sich meist als visuelle Lerntypen. Das ist ein guter Weg um nach einer anschaulicheren Erklärung zu fragen. Dabei ist das mit den Lerntypen gar nicht belegt. Ein schöne Zusammenfassung gibt es dazu von Nicole Becker, Professorin an der Universität Freiburg: https://www.dasgehirn.info/aktuell/frage-an-das-gehirn/gibt-es-verschiedene-lerntypen

Kurz zusammengefasst: man kann es nicht so genau sagen. Und wenn, dann ist der richtige „Kanal“ auch abhängig vom zu lernenden Inhalt. D.h. das kann auch variieren – bei ein und derselben Person. Was im Artikel aber auch steht und was durch konstruktivistische Lerntheorien auch untermauert wird: Viele Lernwege erhöhen die Wahrscheinlichkeit, die Lernenden zu erreichen. D.h. es kann auf keinen Fall schaden, viele Sinneseindrücke zu ermöglichen. Und so ist es letztendes doch gut, wenn man bei der Gestaltung von Lernangeboten oder Lernumgebungen an verschiedene Lernypen denkt. Auch wenn man nicht genau sagen kann für wen, wann und wieviel – es hilft!

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