Scalable Learning – ein neues Lernkonzept?

von Thomas Jenwein

Seit längerem finde ich die Konzepte und Werke von John Hagel wie Power of Pull, Ökosysteme etc. spannend – als Bildungsexperte besonders das Thema „Scalable Learning“. Daher haben wir John auch erst in unserem EducationNewscast Podcast interviewed – anbei nochmals die Links.

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Ich versuche nun das Thema in Deutsch zu umreißen so wie ich es interpretiere.

Scalable learning, statt scalable efficiency findet on the Job statt

Es geht dabei darum, konkrete Probleme und Lösungen im Arbeitsprozess zu suchen. Der Fokus liegt auf Opportunities für Wachstum, nicht mehr Effizienz. Purer Fokus auf „scalable efficiency“ verhindert ja oft eher kreatives Schaffen von Neuem. Tätigkeiten sollten am besten Kernprozesse berühren (am Kunden oder Produkt/ Service) – John spricht von „Frontline“.

Teams sollten sich also regelmäßig Probleme suchen und diese lösen. Metriken werden dabei benutzt, die echten Business-Mehrwert zeigen, wie zum Beispiel mehr Neukunden gewinnen, höhere Kundenbindung. Ausdrücklich nicht nur Effizienz basierte Metriken wie Profitmarge oder Kostenreduktion. 

Wie geht man es an?

Viele kleine Shifts machen den Unterschied (Elefanten isst man scheibchenweise)

Der Manager als Coach sollte vor allem bedeutsame Fragen stellen. Vertrauen wird dabei auch durch das Zugeben von Nichtwissen gefördert. Ein konkreter Ansatz ist ein Challenger-Format für bestehe Arbeitsgruppen – in dem sich Kollegen gegenseitig Herausfordern darin, ihre Aufgaben zu optimieren. 

Final gibt John folgenden Rat:

Finde deine Passion und geh auch an die edges – auch dorthin wo Deine Angst ist. Nur dadurch wird man zum (thought) Leader

Der Ansatz ist nun klar anders als ein pädagogischer Ansatz des Lernens oder der Kompetenzentwicklung. Hier geht es darum, Firmen und Organisationen zu entwickeln, mit dem Ziel mehr und neuen Wert zu generieren. Der Fokus ist dabei noch klarer wirtschaftlich als bei Workplace Learning oder Performance Support.

Trotzdem gibt es dabei meiner Meinung nach viel mehr bedeutsame Lernerfahrungen wie in den gleichgeschalteten Schulungen wie sie zu oft noch durchgeführt werden. Eine Herausforderung bei der Umsetzung ist die Angstkultur in Unternehmen. Dies muss reflektiert werden – Ansätze wie die „Burning Plattform“ bei der Motivation zu Veränderungen sollten daher in positive Ansätze die Vertrauen und Selbstwirksamkeit fördern weichen.

Mir fallen hier zum Beispiel die Work-out Sessions und Workshops ein, von denen ich vor längerer Zeit in den Büchern von Jack Welch las… Was meint Ihr? Kennt Ihr konkrete Formate?

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